Kletternde Weinstöcke

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Die Orographie des Priorat ist keine liebliche. Ein unwegsames Gelände mit atemberaubenden Schluchten, aus vielen kleinen Tälern geformt, die von unterschiedlich hohen Hügeln umgeben sind, die ein Amphitheater bilden, das von Hügelketten geschützt wird, die es von den benachbarten Landkreisen abschotten. Das Priorat der Hänge ist ein wenig domestizierter Landstrich, wo die Weinstöcke sich mit aller Kraft mit ihren im Zeitlauf eingerollten Stämmen an den Abhängen festklammern. In diesen schwierig zugänglichen Räumen treffen Sie auf alte Weinstöcke, die nicht mechanisch sondern ausschlieβlich von Hand bearbeitet werden.

An weniger steilen Hängen hat die Menschenhand in Form von Terrassen in die Landschaft eingegriffen, die sich den Hügel hoch erstrecken und sein Profil modellieren, als ob es sich um eine Stufenpyramide handeln würde. Zwischen den Weinstöcken ist kaum Platz für einen kleinen Traktor. Die Terrassen wurden früher mit Trockenmauerwerk eingefasst, was eine doppelte Funktion hatte: zum einen hielten die Mauern die Erde fest und zum anderen wurden in ihnen die Steine verbaut, die man vorher aus dem Boden entfernt hatte, um ihn bebauen zu können. Eine harte Arbeit, die geschickter und erfahrener Hände bedurfte, von der wir heute noch überall Zeugen finden, sogar mitten im Wald, auf Feldern, die nicht mehr bebaut werden und die von der Vegetation wieder eingenommen wurden.

Auf den modernen Terrassen finden Sie jüngere, kräftige Weinstöcke, die häufig auf Drähte gespannt sind, was man "emparrat" nennt. Hier ist die Arbeit des Bauern / der Bäuerin leichter. Kleine Weinfelder die, zusammen mit Olivenbäumen, Mandelbäumen und Haselnusssträuchern, ein wirkliches Mosaik bilden, das wie kein anderer Landstrich die echte landwirtschaftlich genutzte mediterrane Berglandschaft vermittelt.