Die Fauna des Montsant

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Cranc Riu Autòcton

Der Naturpark Montsant-Massiv beherbergt zweifellos eine der reichsten faunistischen Bevölkerungen Kataloniens. Die groβe landschaftliche Vielfalt erlaubt das Vorkommen einer beachtlichen Vielfalt von Spezies, die nicht nur wegen ihrer Menge interessant ist, sondern auch, weil es sich um endemische oder sehr seltene Tier der katalanischen Fauna handelt.

 

Die Felslandschaften werden nicht von spezialisierten Säugetieren bewohnt, auβer den Fledermäusen mit groβer Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum) und den Höhlenfledermäusen (Miniopterus schreibersii), die sich in die natürlichen Hohlräume flüchten. Der Steinmarder (Martes foina) ist ebenso ein Besucher der Felsen, wenn diese sich nahe an einem Wald befinden. Hin und wieder können auch einzelne Exemplare des Steinbocks (Capra pyrenaica ssp hispanica) beobachtet werden. Die Abgründe sind Brut- und Ruhestätten für so wichtige Greifvögel wie den Wanderfalken (Falco peregrinus), den Turmfalken (Falco tinnunculus), den Steinadler (Aquila chrysaetos), den Habichtadler (Hieraaetus fasciatus) oder den Uhu (Bubo bubo), den einzigen nachtaktiven Greifvogel in felsigen Lebensräumen. Der Alpensegler (Tachymarptis melba), der Mauersegler (Apus apus), die Felsenschwalbe (Ptyonoprogne rupestres) oder die Mehlschwalbe (Delichon urbicum) fliegen nahe den Felsen, um Insekten zu fangen. Der Kolkrabe (Corvus corax), der Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros), die Blaumerle (Monticola solitarius), der Steinrötel (Monticola saxatilis), die Ringdrossel (Turdus torquatus), der Mauerläufer (Trichodroma muraria) oder der Trauersteinschmätzer (Oenanthe leucura), neben anderen, sind einige der interessanten Vögel in den Felsen. Die Reptilien werden durch die spanische Mauereidechse (Podarcis hispanica) und die Stülpnasenotter (Vipera latasti) vertreten. In den feuchtesten Winkeln einiger Höhlen finden sich Amphibien wie z.B. die Erdkröte (Bufo bufo). In den unterirdischen Hohlräumen lassen sich endemische Höhleninsekten wie die Pseudosinella tarraconensis ssp tarraconensis, Anillochlamys catalonicus, und Duvalius berthae ssp berthae finden.

 

In den dichten Wäldern ist die Präsenz von Säugetieren wie dem Wildschwein (Sus Scrofa), dem Gartenschläfer (Eliomys quercinus), der Ginsterkatze (Genetta geneta) und der Wildkatze (Felis silvestris) charakteristisch. Die typischsten Greifvögel sind der Habicht (Accipiter gentilis), der Sperber (Accipitus nisus), der Waldkautz (Strix aluco) und die Waldohreule (Asio otus), und unter den weiteren Vogelarten könnten noch erwähnt werden der Eichelhäher (Garrulus glandarius), die Ringeltaube (Columba palumbus), das Rotkehlchen (Erithacus rubecula), das Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapillus), die Haubenmeise (Parus cristatus), die Schwanzmeise (Aegithalos caudatus) und der Kleiber (Sitta europaea).

 

In den weniger dicht von Bäumen bewachsenen Zonen sind die charakteristischsten Säugetiere der Europäische Dachs (Meles meles), das Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) und die Waldmaus (Apodemus sylvaticus), aber häufig anzutreffen ist auch der Rotfuchs (Vulpes vulpes). Unter den Vogelarten lassen sich neben den Meisen, wie der Kohlmeise (Parus major), der Blaumeise (P. caeruleus) und der Tannenmeise (P. ater), Spezien finden wie den Kuckuck (Cuculus canorus), den Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla), den Berglaubsänger (Phylloscopus bonelli), die Singdrossel (Turdus philomelos), die Misteldrossel (Turdus viscivorus), den Grünspecht (Picus viridis) und den Buntspecht (Dendrocopus major). Das typischste Reptil ist die Treppennatter (Elaphe scalaris). Unter den Wirbellosen sind die gröβten und auffälligsten Käfer der Groβe Eichenbock (Cerambyx cerdo ssp mirbecky), der Nashornkäfer (Oryctes nasicornis ssp grypus) und der Hirschkäfer (Lucanus cervus).  

 

Die gute Wasserqualität des Flusses Montsant und seiner Nebenläufe haben eine vielfältige Wasserfauna ermöglicht. Die typischsten Säugetiere dieser Uferumgebung sind die Westschermaus (Arvicola sapidus) und der Europäische Iltis (Mustela putorius). Unter den Vögeln sind die folgenden Spezies wegen ihrer Seltenheit als interessant hervorzuheben: die Wasseramsel (Cinclus cinclus) und der Eisvogel (Alcedo atthis). Häufig anzutreffende Amphibien sind der Feuersalamander (Salamandra salamandra), der Iberische Wasserfrosch (Rana perezi) oder die Kreuzkröte (Bufo calamita). Bei den Reptilien lässt sich die Vipernatter (Natrix maura) nennen. Das saubere Wasser ist der Lebensraum für Fischarten wie z.B. Barbus (Barbus graellsii, B.haasi), Madrilles (Karpfenfische; Chondrostoma miegii) und sehr selten auch Forellen (Salmo trutta). Es gibt auch eingeführte Spezies wie z.B. die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) und den Forellenbarsch oder Black Bass (Micropterus salmoides). In den verstecktesten Winkeln trifft man auch auf den immer seltener werdenden Dohlenkrebs (Austropotamobius pallipes).  

 

Das Dickicht und Gehölz (Macchie) bilden eine offene Umgebung, wo folgende Säugetiere vorherrschen: das Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus), der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus), die Hausspitzmaus (Crocidura russula), die Etruskerspitzmaus (Suncus etruscus) und das Mauswiesel (Mustela nivalis). An Vögeln gibt es z.B. das Rothuhn (Alectoris rufa), die Wachtel (Coturnix coturnix), das Afrikanische Schwarzkehlchen (Saxicola torquata), die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla), die Samtkopf-Grasmücke (Sylvia melanocephala), die Alpenbraunelle (Prunella collaris) und den Rotkopfwürger (Lanius senator). Greifvögel wie der Steinkauz (Athene noctua) und der Mäusebussard (Buteo buteo) nutzen diese Formationen als Jagdgebiete. Es gibt auch viele und verschiedene Reptilien, wie z.B. die Perleidechse (Lacerta lepida), den Algerischen Sandläufer (Psammodromus algirus), die Hufeisennatter (Coluber hippocrepis) und die Eidechsennatter (Malpolon monspessulanus).

 

Die antrophischen Ambiente (d.h. vom Menschen bearbeitete Gebiete) sind ein optimaler Lebensraum für bestimmte Tiere, die dort einfach und regelmässig Nahrung finden. Unter den Säugetieren findet man auf Anbauflächen häufig die Mittelmeer-Kleinwühlmaus (Microtus duodecimcostatus). Die Hausratte (Rattus rattus), die Wanderratte (Rattus norvegicus) und die Hausmaus (Mus musculus) sind in der Nähe von Gebäuden zu finden. Die Anbauflächen werden auch hin und wieder von opportunistischen Bewohnern anderer Ambiente besucht, wie z.B. dem Europäischen Dachs (Meles meles), dem Wildschwein (Sus scrofa), dem Rotfuchs (Vulpes vulpes) und dem Wildkaninchen(Oryctolagus cuniculus). Die für landwirtschaftliche Anbauflächen typischen Vögel sind der Wiedehopf (Upupa epops), die Elster (Pica pica), die Zaunammer (Emberiza cirlus), die Zippammer (Emberiza cia), der Orpheusspötter (Hippolais polyglotta), die Provencegrasmücke (Sylvia undata), der Girlitz (Serinus serinus) oder die Amsel (Turdus merula). Auf halbem Wege zwischen den Häusern und den Feldern können Sie folgende beobachten: die Rauchschwalbe (Hirundo rustica), die Felsentaube (Columba livia), den Haussperling (Passer domesticus), den Einfarbstar (Sturnus unicolor), den Gemeinen Star (Sturnus vulgaris) und, als nächtlichen Raubvogel, die Schleiereule (Tyto alba). Reptilien, die Wände und Mauern suchen, sind der Mauergecko (Tarentola mauritanica) und der Algerische Sandläufer (Psammodromus algirus). Die Nutzgärten sind manchmal Ziel der Eidechsennatter (Malpolon monspessulanus), und in den Wasserbecken kann es die Vipernatter (Natrix maura) oder die Ringelnatter (Natrix maura) geben. Der Iberische Wasserfrosch (Rana perezi) wäre als wichtigster Vertreter der Amphibien zu nennen.